Herzlich willkommen
bei OMRHO e.V., der Oromo Menschenrechts- und Hilfsorganisation. Auf dieser Webseite erfahren Sie mehr über Vision und Ziele, Engagements und Aktivitäten unseres Vereins.

You are welcome
to the Oromo Human Right and Relief Organization, better known after its German acronym OMRHO e. V. Discover the vision and goal, engagements and activities of the OMRHO here on our website.


 

Wann:   Samstag, 17.10.2015,  10:30 bis 18:00 Uhr                   

 

Wo:       Gemeindehaus der Apostelkirche Hannover,

               Gretchenstr. 55,  30161 Hannover

 

Wir möchten gern mit Ihnen ins Gespräch kommen über das Leben im Vielvölkerstaat Äthiopien. Viel zu wenig ist bekannt über den vermeidbaren täglichen Über-Lebenskampf der Menschen in der „Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien“.

 

Wir hören und sehen genauer hin - informieren und handeln.

 

Beiträge:

 

  • Kurzer Überblick über das Land;

        Wer sind die Oromo – und warum bestimmen sie unser Thema?

        (Angelika Spiekermann, OMRHO-Vorstand)

  • Ursachen von Flucht und Vertreibung, Verletzung von Menschenrechten

        (Bekele T. Ayana, OMRHO-Vorstand)

  • Frauen und ihr stilles Leiden, am Beispiel „Fistula“

        (Dr. Burkhard Rothfuchs, Fistula e.V. Vorstand)

  • Landgrabbing – die sozialen Folgen

        (Dr. Thomas Zitelmann, Ethnologe)

  • Instrumentalisierung der Religionen        

             (Ujulu Tesso Benti, Pastor und OMRHO-Vorstand)

 

Wir bieten ein einfaches Mittagessen, warme und kalte Getränke, ein kleines Abendessen und natürlich eine äthiopische Kaffeezeremonie an.

            

Für die Planung erbitten wir Ihre Anmeldung bis zum 12.10.2015 an die OMRHO E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter  0179 2175936.

 

Wir freuen uns auf Sie.

 

Der OMRHO e.V. Vorstand 

 

Sie erreichen das Gemeindehaus vom Hauptbahnhof zu Fuß, wenn Sie der Straße „Lister Meile“ ca. 10 Minuten folgen und links in die Gretchenstraße einbiegen. Oder mit der U-Bahn eine Station bis Hannover Sedanstaße Lister Meile  fahren.


 

 

Die Heinrich Böll Stiftung hat ihr Landesbüro in Äthiopien Ende 2012 geschlossen. Gründe waren vordergründig die politischen Rahmenbedingungen und die unerträgliche Gesetzeslage in Äthiopien, die laut Stiftung eine politisch vertretbare und praktikable Arbeit klar verhindern. In einem Hintergrund-Papier führt die Stiftung mehrere Gründe für die Schließung an:

1.) Politische Gründe

Positionen bzw. Stellen in der öffentlichen Verwaltung sind in Äthiopien ohne Parteibuch kaum noch zu bekommen. In Bezug auf den ländlichen Bereich gebe es zudem Berichte über den Missbrauch von staatlich verteilten Hilfsleistungen, um so genanntes „politisches Wohlverhalten“ zu erzwingen. Die Heinrich Böll Stiftung führt in diesem Zusammenhang auch das mit Mitteln internationaler Geber finanzierte Programm „Protection of Basic Services“ an, das im Verdacht steht, von den lokalen Regierungsbehörden politisch missbraucht zu werden.
 

„Wir haben die Berichte geprüft und sind zum Ergebnis gekommen, dass es keine systematische Unterdrückung gibt. Die äthiopische Regierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Armut zu bekämpfen. Wir wollen dabei Hilfestellung leisten (...)“, verkündete Bundesentwicklungsministers Dirk Niebel (FDP) noch 2011 in den Medien. Daraufhin hatte die Oromo Menschenrechts- und Hilfsorganisation (OMRHO e.V.) Herrn Niebel einen empörten Brief geschrieben, um über die wahre Menschenrechtssituation in Äthiopien aufzuklären. Das war am 17. Februar 2011. Im November 2012 bedauert Herr Niebel nun die Schließung des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Äthiopien, wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) am 07. November 2012 in einer Pressemitteilung öffentlich verkündet.

Die freie Meinungsäußerung ist ein hohes Gut und ein zentrales Kennzeichen einer Demokratie. Wenn Systemkritiker, Opposition, ausländische Journalisten und ganz allgemein Menschen mit einer eigenen Meinung sogar als Terroristen eingestuft werden, nur weil sie unangenehme Tatsachen aussprechen, dann ist eine Grenze überschritten, die erkennen lässt, dass es sich in Äthiopien wohl eher um eine Diktatur als um einen demokratischen Staat handelt.

"Land Grabbing" ist leider immer noch ein hochaktuelles Thema - auch und vor allem in Äthiopien. Unter "Land Grabbing" versteht man die illegale Aneignung von Land. Erst kürzlich berichtete der WDR über die Enteignungen in Äthiopien. Der Beitrag "Bodenrausch" des WDR verdeutlicht das Ausmaß dieser Menschrenrechtsverletzungen.

Wer sich für den Fernsehbeitrag interessiert, kann sich diesen in der Mediathek des WDR ansehen. 
Der Äthiopier und Oromo Kenesa Yadetta Guluma soll von Deutschland aus wieder nach Äthiopien abgeschoben werden. Kenesa hatte in Berlin einen Asylantrag gestellt und befindet sich derzeit in Coburg. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat den Antrag am 3.11.2010 abgelehnt. Seine Abschiebung steht nun unmittelbar bevor.
 
Kenesa Yadetta Guluma wurde vor 16 Jahren als Mitarbeiter der Oromo-Hilfsorganisation (ORA) verhaftet und gefoltert. Durch das Eingreifen von Amnesty International kam Kenesa schließlich nach zwei Monaten aus dem Haftlager frei. Von 1997 bis 2007 war er in einem von „Brot für die Welt“ finanzierten integrierten Landentwicklungsprojekt als Verwaltungsassistent tätig. Nach Abschluss des Projekts betrieb er seit 2008 einen kleinen Laden in Chanka. In dieser Zeit wurde er an den Markttagen regelmäßig von der Polizei abgeholt und eingeschüchtert. Am 4. März 2010 – also zwei Monate vor der Reise nach Berlin – drohten bewaffnete Soldaten ihn umzubringen, weil sie wüssten, dass er die Opposition in Oromia für die Wahlen im Mai 2010 unterstütze.
 
Eine Abschiebung nach Äthiopien kommt also einem Todesurteil gleich. Daher appellieren wir an alle Leser, Freunde und Interessierte, die Online-Petition für Kenesa zu unterzeichnen. Trotz der rund 1.600 Unterschriften fehlen noch ca. 3.400 Unterschriften. Für die Online-Petition verbleiben nur noch drei Tage. Daher bittet der OMRHO-Vorstand um schnelle Unterzeichnung unter openpetition.de. Die Unterzeichnung ist in Sekunden oder Minuten erledigt und rettet vielleicht ein Menschenleben! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
 
Der OMRHO-Vorstand

In den letzten Tagen besuchte unsere Bundeskanzlerin, Frau Angela Merkel, drei afrikanische Länder. In allen drei Ländern, Kenia, Angola und Nigeria sind die Menschen bitterarm. Die Regierungen dagegen sind äußerst korrupt und verprassen die Entwicklungshilfegelder ungeniert in unerträglichem Maß für Ihre eigenen Interessen – nicht aber zum Wohl der leidenden Menschen in ihren eigenen Ländern. Menschenrechtsverletzungen an anders denkenden Oppositionellen, aber auch an ganz einfachen Menschen gehören zum Alltag. Natürlich ist dies der Deutschen Regierung bekannt. Aber leider verfügen alle drei Länder über Bodenschätze, an denen die deutsche Wirtschaft Interesse hat.

Am kommenden Donnerstag (14.07.11) läuft der preisgekrönte Film „Morgentau“ des Regisseurs Haile Gerima im Kino am Raschplatz in Hannover. Selten bietet sich die Gelegenheit, einen so unverfälschten afrikanischen Film in den deutschen Kinos zu bewundern.

Der Film möchte Interesse für Äthiopien wecken und ein Bewusstsein für die dortigen Lebensumstände und Probleme schaffen. Dies ist dem Regisseur mit seinem aktuellen Film sehr gut gelungen.

Im aktuellen Amnesty Report 2011 sind auch die Machenschaften des äthiopischen Regimes angeprangert.

Der Bericht verweist darauf, dass die die Wahlen in Äthiopien im Mai 2010 zu einer Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit führten. Zahlreiche Mitglieder und Funktionäre der Oppositionsparteien wurden insbesondere in der Region Oromia schon vor dem Wahlgang schikaniert, mit Schlägen misshandelt und verhaftet, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig weist Amnesty darauf hin, dass 2010 in Kraft getretene Gesetz über gemeinnützige Organisationen und Verbände in Kraft trat. Damit möchte die Führungsriege Äthiopiens laut Amnesty den betreffenden Organisationen umfassende Kontrollen auferlegen und die Menschenrechtsarbeit dauerhaft behindern.

Das Afrika-Konzept der Bundesregierung stellt deutsche Wirtschaftsinteressen in den Fokus und nicht die Menschenrechte, um die es eigentlich im Kontext der Entwicklungshilfe gehen sollte:
 
Denn mit den deutschen Entwicklungsgeldern unterstützt Deutschland keinen demokratisch gewählten Staat, sondern ein verbrecherisches Regime: Ein Großteil der Oppositionspolitiker wurde von der äthiopischen Regierung inhaftiert und monatelang gefoltert. Demonstranten werden erschossen. Alles keine Anzeichen für eine Demokratie, was auch von unabhängigen Wahlbeobachtern mehrfach bestätigt worden ist.